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Radio Charivari Rosenheim gehört zu den etablierten Lokalradios in Bayern. Der Sender ging am 8. Mai 1989 an den Start und sendet bis heute aus der Hafnerstraße in Rosenheim. Das Programm ist als 24-Stunden-Vollprogramm konzipiert. Musikalisch setzt die Station auf ein AC-Format (Adult Contemporary), das Hits aus den letzten Jahrzehnten mit aktuellen Titeln kombiniert. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf einer kontinuierlichen Berichterstattung über Politik, Wirtschaft und das gesellschaftliche Leben in der Region.

Das Signal kommt nicht einfach nur aus einem Großstadtturm, sondern nutzt gezielte Frequenzen für die Topografie des Voralpenlandes:
UKW-Klassiker: Stadt Rosenheim (92,3 MHz), das Umland über den Sender Dandlberg (96,7 MHz), Wasserburg (100,6 MHz) sowie Prien am Chiemsee und das Inntal über Oberaudorf (jeweils 104,2 MHz).
DAB+ und Web-Ableger: Digital läuft der Sender im Multiplex „Oberbayern Süd“ (Kanal 7A).

Moderatoren wie Anne Schuster (Chefin vom Dienst) prägen den redaktionellen Alltag. Ein echtes Urgestein am Mikrofon ist Thorsten Kalteiß, der bereits seit über 15 Jahren für das Funkhaus Rosenheim arbeitet (und nebenbei sogar Stand-Up-Comedy in New York gelernt hat).

Ich habe mir das Programm von Radio Charivari Rosenheim an einem ganz normalen Wochentag für gut vier Stunden am Stück angehört – ganz ohne bayerische Nostalgie-Brille. Was sofort auffällt: Der Musikmix ist erstaunlich schmerzfrei zusammengestellt. Auf Phil Collins folgt direkt ein aktueller Hit von Dua Lipa, gefolgt von einem vergessenen Synth-Pop-Track aus den 80ern. Die Moderation wirkte angenehm unaufgeregt; keine künstlich hochgepeitschte Energie am Morgen. Das Highlight waren die Lokalnachrichten um halb: Statt der großen Weltpolitik standen der Umbau einer lokalen Schule und die Sperrung einer Landstraße im Fokus. Man merkt einfach, dass hier Redakteure am Werk sind, die nach der Schicht selbst im Biergarten um die Ecke sitzen. Für jemanden, der die Region kennt oder dort lebt, bietet der Sender genau das, was Streaming-Dienste nicht liefern können: ein echtes Gefühl von Heimat im Hintergrund.

Sendestart: 8. Mai 1989

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