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Dinkelwelle ist Web- und Regionalradio hat seinen Ursprung in Neuenhaus und ist fest mit der Region an der Dinkel verwurzelt. Im Gegensatz zu automatisierten Festplattensendern setzt das kleine Team hier auf echte Handarbeit im Studio und Musik, die man sonst im Einheitsbrei großer Ketten vergeblich sucht.

Der Sender transportiert das Lebensgefühl der Grafschaft Bentheim direkt in die Lautsprecher. Gegründet wurde die Plattform von Machern, die wissen, was die Menschen vor Ort bewegt. Zum Team gehört unter anderem Aribert Stroeve, der das Projekt seit Jahren prägt und die Fäden im Hintergrund sowie am Mikrofon zusammenhält. In vielen Gesprächen betont er oft: „Wir wollen kein Radio für die Schublade sein, sondern den direkten Draht zu den Hörern im Grenzland halten.“

Das Programm lebt von einer speziellen Mischung aus Grenzland-Musik, regionalen Infos und ehrlichem Talk. Es gibt keine starren Algorithmen, die jede Minute durchtakten. Stattdessen bestimmen lokale Themen, handgemachte Musikbeiträge und der direkte Austausch den Sendealltag. Das schätzen vor allem Hörer, die das Besondere und Unperfekte abseits glattgebügelter Medien suchen.

Ich habe den Sender in den letzten Tagen über mehrere Stunden am Stück laufen lassen. Nach einer halben Stunde merkt man schnell, dass hier keine Beraterfirmen am Werk waren. Die Übergänge zwischen den Musikstücken wirken manchmal fast schon sympathisch holprig, und genau das macht den Charme aus. Es liefen Titel, die man sonst nirgendwo hört, unterbrochen von kurzen, unaufgeregten Moderationen ohne künstliche Morgengag-Laune. Nach fast vier Stunden Dauerbetrieb fühlte sich das an wie ein Nachmittag in einer lokalen Kneipe, in der man einfach dem zuhört, was am Nachbartisch besprochen wird. Es ist bodenständig, direkt und nah am echten Leben.

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