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WDR Event die Station ist kein normales Radioprogramm mit fester Musikrotation oder stündlichen Kurznachrichten. Der Westdeutsche Rundfunk nutzt diesen digitalen Kanal ausschließlich für Live-Übertragungen. Wenn im Bundestag eine hitzige Debatte läuft oder die Fußball-Bundesliga am Samstag ihren entscheidenden Spieltag austrägt, schaltet die Redaktion das Signal auf.

Das Konzept ist minimalistisch. Gibt es kein großes Event, bleibt der Sender in der Regel stumm oder überträgt eine Schleife. Die Programmmacher konzentrieren sich auf drei Schwerpunkte:
Politik live: Komplette Debatten aus dem Deutschen Bundestag, ohne Kürzungen oder Kommentare.
Sport-Vollreportagen: Die bekannte ARD-Bundesligakonferenz oder wichtige Länderspiele in voller Länge.
Kultur: Ausgewählte Konzerte, Festivals oder große gesellschaftliche Ereignisse aus Nordrhein-Westfalen.

Die Stimme von Sven Pistor ist Sportfans im Westen ein Begriff. Als Hauptmoderator von „WDR 2 Liga Live“ transportiert er die Emotionen der Stadien oft auch direkt in die Sportübertragungen, die über WDR Event ungekürzt zu hören sind. Sein Credo lautet meistens: „Fußball ist kein Traum, Fußball ist Realität.“ Genau diese ungefilterte Realität liefert das Radio, wenn die Konferenzschaltung läuft und kein Tor verpasst werden darf.

Die Verbreitung ist rein digital. Früher liefen Sondersendungen des WDR noch über die alten Mittelwellensender in Bonn (774 kHz) und Langenberg (720 kHz). Diese Zeiten sind seit Sommer 2015 vorbei. Heute ist WDR Event in ganz NRW über das Digitalradio DAB+ (Kanal 11D) zu empfangen. Alternativ gibt es den Sender im Web-Livestream sowie über Satellit (DVB-S).

Ich habe WDR Event an einem Samstag während der Bundesliga-Konferenz über drei Stunden am Stück laufen lassen. Es ist ein völlig anderes Gefühl als das normale WDR 2 Programm. Es gibt keine Popmusik-Unterbrechung zwischen den Stadien. Wenn der Ball rollt, schalten die Reporter im Dauertakt hin und her. Das ist intensiv, fast schon anstrengend, aber extrem packend. Nach dem Abpfiff und den Analysen schaltete der Sender direkt wieder in den Ruhezustand. Keine künstlichen Längen, kein Smalltalk – das Radio tut genau das, was der Name verspricht: Es liefert das Event und zieht sich danach diskret zurück.

Sendestart: 3 März 2006

Sendeanstalt: Westdeutsche Rundfunk Köln

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